03 Internationale Projektarbeit in postkolonialen Zeiten

– Einführung in Postkolonialismus
– Reflexion über Privilegien
– Alternative Vorgehensweise zur Entwicklungshilfe und Dekonstruktion von kolonialen Denkmustern

Svenja: Ich mache den Tandem Support bei GlobalMatch zusammen mit meinem Kollegen aus Uganda. Das heißt ich begleite unsere Teilnehmer aus dem Globalen Norden und berate sie in allen Fragen, die das GlobalMatch-Programm, die Zusammenarbeit mit dem Tandem-Partner und die inhaltliche Projektarbeit betreffen. An dieser Arbeit begeistert mich vor allem, dass Menschen aus völlig unterschiedlichen Regionen dieser Welt eine gemeinsame Basis finden und an einer gemeinsamen Zukunft arbeiten. Während meines Ethnologie- und Psychologiestudiums in Heidelberg haben mich besonders das Thema Postkolonialismus und die daraus resultierenden globalen Machtstrukturen beschäftigt.

Ich würde mich freuen, wenn die Workshop Teilnehmer ein Bewusstsein dafür gewinnen, dass diese Machtstrukturen schon in unserem alltäglichen Denken und Handeln beginnen und wie sie mit globalen Ungleichheiten reflektiert umgehen können.

Bright: Ich bin einer der PR- und Marketing-Mitarbeiter bei GlobalMatch, wo ich mich um unsere Social-Media-Auftritte kümmere. Meine Aufgaben sind außerdem Berichte und Pressemitteilungen von Global-Match – Veranstaltungen zu verfassen sowie Treffen und Workshops zum Thema Postkolonialismus zu organisieren. Bei unseren wöchentlichen Treffen in Kampala, Uganda, tauschen sich Menschen unterschiedlicher Länder und Kulturen über Erkenntnisse zu postkolonialistischen Themen aus. Das finde ich sehr inspirierend. Hier sprechen wir offen und ehrlich über unterschiedliche Machtstrukturen und unsere kulturellen Hintergründe. Dadurch ermöglichen wir einen gemeinsamen Raum, wo wir zusammen auf Augenhöhe arbeiten. Durch Austausch und Reflexion über Machtstrukturen, Ungleichheiten und Rassismus versuche ich gegen Ungerechtigkeit zu wirken und eine bessere Zukunft zu schaffen.

In dem Workshop möchten wir Teilnehmende erfahren lassen, dass es, um von kolonialen Strukturen wegzukommen nicht um ‘Entwicklung’ des Globalen Südens geht, sondern um das Verstehen postkolonialer Strukturen, die unsere Beziehungen beeinflussen und die Art und Weise wie wir in Projekten miteinander arbeiten. Wie können wir dieses Wissen schlussendlich nutzen, um aktiv zu werden und Ungleichheiten auszulöschen? Zusammen in der Gruppe werden wir versuchen, Machtstrukturen und Denkmuster zu durchschauen, zu dekonstruieren und über alternative Wege nachzudenken. Unser Ziel ist es, dass wir in internationalen Projektarbeiten ohne Vorurteile agieren und nicht auf ‚Hilfe‘, sondern auf Gemeinsamkeiten und Zusammenarbeit fokussiert sind.

Dieser Workshop wird online und auf Englisch stattfinden.

Theoretischer Input

Praktisches Arbeiten

Aktive Diskussion