01 Klassismus und Klimagerechtigkeits-bewegung

Klassismus und Klimagerechtigkeitsbewegung – Was bedeutet das überhaupt und was können wir dagegen tun?

Die Klimakrise verschärft weltweit bestehende Ungleichheiten. Um diese Ungleichheiten und sich gegenseitig verstärkende Diskriminierungsformen aufzudecken und dagegen vorgehen zu können, ist es notwendig, zu verstehen, was sie bedeuten.

In diesem Workshop wollen wir uns gezielt der Diskriminierungsform Klassismus zuwenden, denn Klassismus verwehrt Zugänge und fördert soziale Ungleichheiten. Gleichzeitig dient dieser dazu vorhandene Klassenverhältnisse, und damit Machtverhältnisse, aufrechtzuerhalten.  Um eine gerechte und ökologische Zukunft für alle zu schaffen, brauchen wir starke antikapitalistische und soziale Bewegungen, die einen massiven Wandel unserer Wirtschafts- und Politikgestaltung fordern.

Wie wollen wir eine gerechte Gesellschaft erreichen? Wie können wir uns Klassismus, auch in der Klimagerechtigkeitsbewegung, entgegenstellen? Wir laden euch dazu ein, gemeinsam darüber zu diskutieren und eigene Positionen zu reflektieren.


In knapp sechs Wochen ist es so weit: Die let’s nez 2022 beginnt!

Du hast Lust auf neue Kontakte knüpfen, progressive politische Gruppen kennenlernen und schöne Orte in Tübingen (wieder-)entdecken?

Vom 11.-13. Oktober wird es ein buntes Programm aus Workshops, Kleingruppen-Formaten, fetzigem Abendprogramm und vielem mehr geben! All das wird sich um die Frage drehen, wie wir ein gutes Leben für alle jetzt und in Zukunft lebenden Menschen ermöglichen können.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Halte Dir gern den gesamten Zeitraum frei, da unser Programm aufeinander aufbaut und wir uns freuen, wenn Du an allen Programmpunkten teilnehmen kannst.

Hier findest du Infos zum Programm, den Workshops und der Anmeldung.
Komm vorbei & bring deine Freund*innen mit!


Kick Off - bist du dabei?

nez Kick-Off am 23.05.2022 um 17 Uhr hinterm Clubhaus (Wilhelmstraße 30, 72074 Tübingen)

Wenn du uns am Montag nicht findest, dich verspätest oder ähnliches, schreib uns gerne schnell eine Mail oder eine Message auf Insta. Wenn du gerne in unser Team reinschauen würdest, aber diesen Montag keine Zeit hast, dann melde dich auch gerne über diese Kanäle bei uns.

Wir freuen uns auf frischen Wind und Verstärkung! 🙂

 


05 Stadtrundgang Alternatives Wohnen

05 Stadtrundgang Alternatives Wohnen

Wie würdest Du gerne wohnen? Gut und bezahlbar? Gemeinschaftlich mit anderen? In kleiner Wohnung oder großer WG? Mit Gemeinschaftsräumen, Werkstätten, Gemüsegärten, Kindern, Hühnern? Mit Raum für Selbstentfaltung, Inspiration, Austausch, Kultur, Politik?

Das Mietshäuser Syndikat ist ein Verbund von bundesweit über 170 Wohnprojekten, wovon sich sechs Wohnprojekte mit rund 300 Bewohner*innen in Tübingen befinden. Ziel des Mietshäuser Syndikats ist es, bezahlbaren und selbstverwalteten Wohnraum im Sinne der solidarischen Ökonomie zu Verfügung zu stellen. Somit werden Gemeingüter im Bereich Wohnraum geschaffen. Zudem werden innerhalb der einzelnen Wohnprojekte diverse soziale, kulturelle und ökologische Ansätze und Projekte (Food Coops, Veranstaltungsräume, Umsonstläden, Bibliothek sozialer Bewegungen etc.) verfolgt. Die Exkursion umfasst eine Führung durch die Wohnprojekte Schellingstraße und Münze 13, auch verbunden mit Besichtigungen der „Projekte in den Projekten“ sowie Erläuterungen zu Hintergründen und Erfahrungen. Das Modell des Mietshäuser Syndikats wird erklärt, es wird kein Vorwissen vorausgesetzt und es gibt Raum für Diskussion und Fragen. Auf dem Weg durch die Stadt erfahrt ihr außerdem mehr zu Tübingens lebhafter Besetzungsgeschichte.

Noah und Lena sind seit zwei Jahren im Mietshäuser Syndikat aktiv, lieben das Leben in ihrem Wohnprojekt und beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit wohnungspolitischen Fragestellungen.

https://www.syndikat.org/de/


06 „Kritische Reflexion von Männlichkeit(en)“

06 Kritische Reflexion von Männlichkeit(en)

Ein Lernraum zu Männlichkeit(en)

Moderation: Björn Scherer, adis e.V.

  • Was sind eigentlich Männlichkeiten und Männlichkeitsanforderungen?
  • Welche Rolle spielen Männlichkeiten für das Patriarchat/Sexismus?
  • Was sind toxische Männlichkeiten?
  • Gibt es positive Männlichkeiten?
  • Was hat das eigentlich mit mir und meinem Geschlecht zu tun?
  • Wie können wir uns alternative (nichtbinäre, nicht-hierarchische) Geschlechterverhältnisse vorstellen?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen wir uns in einem Workshop am Mittwoch, den 12.10.22 von 09:30 – 13:00 Uhr im Rahmen von let’s nez.

Der Workshop ist gedacht als gemeinsamer Lern- und Reflexionsraum zum Thema Männlichkeit(en) und Geschlechterverhältnisse und ist offen für alle Geschlechter.


03 Es gibt keinen grünen Kapitalismus!

03 Es gibt keinen grünen Kapitalismus!

Gemeinsam aktiv werden: gegen Ausbeutung und für Klimagerechtigkeit!

„Es gibt keinen grünen Kapitalismus!“. Dieser Satz ist vielen, besonders Personen, die gegen die immer weitere Eskalation der Klimakatastrophe kämpfen, ein Begriff. Aber was heißt das? Wieso ist das so? Und was heißt das im Kampf für eine gerechtere Welt?

Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen des Workshops wollen wir, zwei Aktive von TO AKT (Tübinger offenes antikapitalistisches Klimatreffen) den theoretischen Hintergrund der kapitalistischen Ausbeutung im Bezug auf die Klimakatastrophe herleiten und diskutieren. Im zweiten Teil des Workshops wird sich überlegt, wie man diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzen kann und schon gleich eine kleine Aktion in der Stadt geplant und umgesetzt!

Es werden keine Vorkenntnisse benötigt – kommt einfach vorbei!


02 "I had an Abortion and I'm not sorry"

02 “I had an Abortion and I’m not sorry” – Abtreibungen zwischen Politik, Gesellschaft und Privatem

Das Recht auf Abtreibung ist weltweit stark umstritten. Auch in Deutschland stehen Schwangerschaftsabbrüche noch immer im Strafgesetzbuch. Die neusten Entwicklungen in den USA zeigen allzu eindrücklich, wie in einem konservativen politischen Klima das lang erkämpfte Recht auf einen sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen von jetzt auf gleich wieder entzogen werden kann. Gestützt werden die Positionen konservativer Abbruchgegner*innen durch Mythen und Stigmata, die sich Rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch ranken. Ziel des Workshops ist es mit diesen Vorurteilen aufzuräumen. Dazu werden wir uns anschauen, wie Abtreibungen auf politischer, gesellschaftlicher und privater Ebene verhandelt werden und wo wir heute im Kampf um reproduktive Freiheit stehen.


10 Die Folgen des Ukrainekriegs auf den Globalen Süden

10 Die Folgen des Ukrainekriegs auf den Globalen Süden

Hier geht es um die Weltmarktanteile der Ukraine, Russlands (und Belarus) in den Bereichen fossile Brennstoffe, Düngemittel und Nahrungsmittel. Welche Auswirkungen hat der beeinträchtigte Export aus diesen Ländern auf die Menschen im globalen Süden?

Mithilfe interaktiver Methoden werden wir die Inhalte gemeinsam erarbeiten.


07 Militanz in der Klimakrise

Militanz in der Klimakrise – Demokratische Formen des Widerstands vs. business as usual

Nicht nur der Klimakrise, auch Konzernen und Politik wird der Kampf angesagt. Dazu bedienen sich Klimagerechtigkeitsgruppen unterschiedlicher Aktionsweisen. Das Vorgehen unterscheidet sich, die Botschaft ist klar: Wenn Demokratie lediglich den Vorgaben von Konzernen und Banken gehorcht, wird dagegen protestiert. Mal mehr, mal weniger konfrontativ, aber immer mit dem Ziel der Teilhabe an Entscheidungen und der Forderung nach einer Demokratie im Sinne des Gemeinwohls.

Einige dieser Taktiken und Aktionen werden als „militant“ bezeichnet. Doch was bedeutet das überhaupt? Und was haben die Forderung nach demokratischer Teilhabe, öffentlicher Autonomie und militanten Aktionen gemeinsam? Diesen Fragen wird in Form eines interaktiven Workshops auf den Grund gegangen werden.


08 "Sicherheit entwickeln"?

08 “Sicherheit entwickeln”? – Der Aufbau von Militär- und Polizeikräften in Krisen- und
Konfliktgebieten – und was dabei schief gehen kann.

m Zuge des “Krisenmanagements” Deutschlands und der EU spielen sog.
“Sicherheitssektorreformen” – die Reform, Ausbildung und Ausrüstung von
Militärs und anderen Sicherheitskräften in Drittstaaten – eine zunehmend
zentrale Rolle. Hierbei werden auch entwicklungspolitische Akteure
eingebunden und neuen Zielvorstellungen unterworfen, die im Sinne des
“vernetzten Ansatzes” von sicherheitspolitischen Zielen der Geberländer,
darunter die Bekämpfung des Terrorismus und die Verhinderung
illegalisierter Migration, unterworfen sind. Den Interessen der
Bevölkerung und der Stabilisierung der betroffenen Regionen dienen sie
dabei nicht zwangsläufig, wie am Beispiel der Sahel-Region
herausgearbeitet werden kann.