Podiumstalk "Aktivismus gleich Aktivismus?"

Podiumstalk Aktivismus gleich Aktivismus?

Bei unserem Podiumstalk wollen wir über unterschiedliche Formen des Aktivismus sprechen, und darüber, dass Nachhaltige Entwicklung mehrbeinhaltet als Klimaschutz. Unsere Gäste werden verschiedene inspirierende Möglichkeiten aufzeigen, sich für eine nachhaltigere Gesellschaft einzusetzen. In gemütlicher Atmosphäre erzählen sie von ihrer Arbeit- und reichlich Raum für neugierige Rückfragen ist auch gegeben. Der Podiumstalk wird als Video-Konferenz in die Kleingruppen übertragen. Unsere tollen Gäste sind:

Himadri Ketu | GlobalMatch – Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe
Kira Reneè Kurz | Feuer.zeug – fair, feminist, freiburg-based #pornstartup
Marie Graef | Mietshäusersyndikat und Recht-auf-Stadt-Aktivismus


10 Liebe, Lust, Leidenschaft: Alles kein Problem?

10 Liebe, Lust, Leidenschaft: Alles kein Problem?

Sexualität im Kontext von gesellschaftlichen Veränderungen, wie Rechtspopulismus , neuer identitärer Bewegung und Social Distancing.
Was bedeutet es aktuell, Lust und Leidenschaft aus zu leben und sich im Kontext von Pandemiebeschränkungen und gesellschaftlichen Rechtsruck eigene Möglichkeiten von Partnerschaft und Sexualität zu finden?
Sexuelle Gesundheit und sexuelle Bildung war schon immer von gesellschaftliche Strömungen beeinflusst. Moralische Werte und politische Interessen haben gerade im Bereich der Sexualität immer einen großen Einfluss auf das individuelle Verhalten von Menschen ausgeübt.
Mitte der 80 er Jahre hat die sogenannte AIDS-Pandemie eine vielfache Diskussion zur sexuellen Gesundheit ausgelöst. Sie hat zu diskriminierenden Verhalten gegenüber den sogenannten hauptbetroffenen Gruppen geführt aber auch zu einer enormen Stärkung und Politisierung der sogenannten queeren Bewegung beigetragen.
Was bedeutet in diesem Kontext die aktuelle Corona Pandemie für die sexuelle Gesundheit im weitesten Sinn. Ist es noch möglich,  frei und offen eigene sexuelle Wünsche um zu setzen oder ist dies aufgrund von Social Distancing und Lock Down weniger denn je möglich?
Der Workshop soll Gelegenheit geben, diese Themen zu diskutieren und auch Möglichkeiten aufzeigen, eigene Risiken einschätzen zu können und auch eigene Risiken einzugehen.
Wir möchten hier mit den Teilnehmenden des Workshops im Kontext von fundierten Wissen und gesellschaftlichen politischen Kontexten diskutieren und verschiedene Aspekte herausarbeiten.
Wir freuen uns auf Euch.
Lieben Gruß Gitta

Theoretischer Input

Praktisches Arbeiten

Aktive Diskussion


12 Planetary Health – warum die Klimakrise ein medizinischer Notfall ist und wie wir darüber berichten können

12 Planetary Health – warum die Klimakrise ein medizinischer Notfall ist und wie wir darüber berichten können  

Wir, Julia Böckmann und Jule Basenach, sind Medizinstudentinnen im 8. und 7. Semester. Die größte Bedrohung unserer Gesundheit im 21. Jahrhundert ist jedoch bisher nichts, was wir in der Uni lernen. Dass Klimawandel und Umweltverschmutzung direkte Folgen für unsere persönliche Gesundheit haben wissen zwar Viele, die konkreten Ausmaße sind auch uns jedoch noch einmal durch die Vorlesungsreihe der Planetary Health Academy in diesem Frühjahr klar geworden. Zusammen mit der Hochschulgruppe Health for Future wollen wir darüber aufklären, Strukturwandel herbeiführen und eine weitere, vielleicht persönlichere, Perspektive auf diese Themen aufzeigen. Unser Wissen haben wir also aus Seminaren, vielen Artikeln und Dokus und spannenden Gesprächen mit anderen, die bei dieser Bewegung dabei sind.

  • “Der Klimawandel ist die größte globale Gesundheitsbedrohung des 21. Jahrhunderts” – Richard Horton, Chefredakteur des “Lancet”

Gibt es zwischen heißen Sommern und vermehrten Herzinfarkten einen Zusammenhang? Wie kann ich durch meinen Nahrungskonsum eventuell schwer therapierbare Krankheiten vermeiden? Warum sind sich viele Menschen nicht bewusst darüber, dass „9 Millionen Menschen weltweit […] 2015 durch von Umweltverschmutzung verursachte Erkrankungen vorzeitig gestorben [sind]“? Welche Rolle sollte dies eigentlich in unserem Gesundheitssystem spielen? Welche Rolle kann das in unserer Kommunikation über den Klimawandel spielen? Denn die Grundlage von Gesundheit ist keine Tablette oder eine Operation, die Grundlage von Gesundheit ist das saubere Wasser, was ich zu trinken habe, die Luft, die ich atme, das Essen, was auf den Tisch kommt und erträgliche Außentemperaturen. Es geht nicht darum unserer modernen Medizin ihre Bedeutung abzusprechen, es geht darum verhinderbaren Erkrankungen einen Schritt voraus zu sein. Es geht um Gewinn von gesunden Lebensjahren.

Klimawandel, Umweltverschmutzung und Biodiversitätsverlust sind oft abstrakte Themen, die uns weit weg vorkommen. Wenn wir diese Themen nun aber aus der Perspektive unserer eigenen Gesundheit betrachten, sind sie plötzlich sehr persönlich und nah. Wenn es meinen eigenen Verwandten schlecht geht, dann macht mich das wütend, ich möchte etwas an der Situation ändern und das bringt vielleicht auch Menschen ins Handeln, die das Thema zuvor eher weniger berührt hat. Wir möchten hier als keine hochkomplexe Medizin betreiben, sondern uns über die Zusammenhänge klarer werden und überlegen, was das für uns in Zukunft für eine Rolle spielen soll. Wir freuen uns schon darauf mit euch darüber zu diskutieren!

Theoretischer Input

Praktisches Arbeiten

Aktive Diskussion


11 Konsumkritischer Stadtrundgang

11 Konsumkritischer Stadtrundgang

Gestaltung einer Station für einen konsumkritischen Stadtrundgang

Wir sind die Bildungsgruppe vom Weltladen Tübingen und bieten seit Anfang 2018 Stadtrundgänge an. In dieser Zeit haben wir einige neue Stationen entworfen unter anderem Wasser, CO2 oder Reise einer Jeans. Dieses Wissen wollen wir im Rahmen dieses Workshops weitergeben und in einem interaktiven Workshop eine neue Station mit den Teilnehmer*innen zum Thema Müll erstellen. Dabei werden zu Beginn die grundsätzlichen Konzepte von Stationen bei konsumkritischen Stadtrundgängen vorgestellt. Anschließend wird in das eigentliche Thema “Müll” eingeführt und in kleineren Gruppen an dem Thema gearbeitet. Schließlich werden die einzelnen Aspekte herausgearbeitet, die wichtigsten und vor allem interessantesten Punkte identifiziert und die Station erstellt. Vorwissen ist dafür nicht erforderlich, aber Freude an Gruppenarbeit und an intensiven Diskussion.

Theoretischer Input

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Aktive Diskussion


00 Workshop Vorlage

00 Titel

In diesem Workshop dreht sich alles um den…

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09 Wissen, Fortschritt, Macht - Kritische Weißseinsforschung in der Entwicklungszusammenarbeit

09 Wissen, Fortschritt, Macht – Ein Workshop zur kritischen Weißseinforschung in der Entwicklungszusammenarbeit

In diesem Workshop dreht sich alles um den Zusammenhang zwischen Wissen, Fortschritt und Macht. Im ersten Workshopteil werden wir uns mit verschiedenen Weltbildern beschäftigen. Im zweiten Teil wenden wir uns der Kritischen Weißseinforschung und ihrer Anwendung auf die Entwicklungszusammenarbeit zu. Dabei schauen wir uns insbesondere erzeugte Bilder und Darstellungen an. Wenn Du schon immer mal wissen wolltst, was Dein Geographiebuch eigentlich mit Macht zu tun hat, bist Du hier genau richtig. Außerdem solltest Du Neugierde mitbringen, Dich kritisch mit Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzen zu wollen. Vorwissen ist nicht nötig. Der Workshop besteht aus einem bunten Methodenmix, der sowohl kleine theoretische Einheiten als auch Diskussionen und verschiedene interaktive Methoden enthält.

Der Workshop wird von Laura gehalten. Sie hat in Tübingen studiert und war bereits bei let’s nez dabei (als Teilnehmerin und Referentin). Im Moment absolviert sie eine Ausbildung zur Multiplikatorin im Globalen Lernen. Sie findet es wichtig, Machtstrukturen und Bilder/Abhängigkeiten die daraus entstehen, aufzuzeigen und zu hinterfragen. Im Kontext des Globalen Lernens ist ihr dies durch verschiedene Auslandserfahrungen (Tanzania/Indien), Gespräche und Begegnungen bewusst geworden und ein Anliegen, dies weiterzutragen.

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08 Terra Preta

08 Terra Preta

Das wichtigste Menschheitsthema unserer Zeit ist die Klimakrise. Während Diskussionen über eine effektive Reduktion von CO2-Emissionen und in neuerer Zeit vermehrt auch über Möglichkeiten, der Atmosphäre technisch (mit großem Aufwand) CO2 zu entziehen, geführt werden, spielen Böden in der Klima-Diskussion kaum eine Rolle.
Dabei haben die Böden, speziell die unserer Agrarflächen, ein immenses Potenzial zur C-Speicherung. Doch in den vergangenen Jahrzehnten wurde dieses Potenzial nicht nur kaum genutzt, sondern die industrielle Landwirtschaft hat im Gegenteil durch den durch sie verursachten Humusverlust selber noch aktiv zum Problem beigetragen — mit der verheerenden Begleitfolge, dass jährlich weltweit eine Fläche größer als die Schweiz durch Erosion für die Produktion von Lebensmitteln verloren geht.
In diesem Workshop befassen wir uns mit den Potenzialen, die eine regenerative Agrikultur und insbesondere Humusaufbau für unsere Zukunft bieten — nicht nur im Hinblick auf die Klimakrise, sondern auch in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und die Biodiversität in der Kulturlandschaft.
Die Teilnehmer*innen werden in diesem Workshop außer einem theoretischen Framing zum Thema Boden als Ökosystem auch eine Einführung ins Klimagärtnern bekommen. Dabei wird es insbesondere darum gehen, wie jede*r aus Küchenabfällen und Pflanzenkohle selber fruchtbare Schwarzerde herstellen kann, die dauerhaft CO2 speichert und ohne externe Dünger gesundes Gemüse wachsen lässt.
Dr. Michael Weiß ist Biologe und Mathematiker und lehrt als Außerplanmäßiger Professor an der Universität Tübingen. Er hat mehr als 20 Jahre Grundlagenforschung zur Evolution, Systematik und Ökologie der Pilze betrieben. Seit einigen Jahren arbeitet er daran, die von ihm beschriebene Pilzgruppe der Serendipitaceen, deren Arten in Symbiose mit Pflanzenwurzeln leben und die Pflanzen toleranter gegen verschiedene Arten von Stress (insbesondere Trockenstress) machen, für einen nachhaltigen Pflanzenbau in die Anwendung zu bringen. Daneben beschäftigt er sich mit der Entwicklung eines Schwarzerde-bildenden Trockendüngers aus Lebensmittelabfällen und Pflanzenkohle.

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06 Urbaner Klimaschutz - Wie Können Städte den Klimawandel Stoppen?

06 Urbaner Klimaschutz – Wie können Städte den Klimawandel Stoppen?

Die Luft steht in der Stadt, die Hitze staut sich zwischen den Gebäuden. In Tübingen drängen die Gruppen in den Bota, tummeln sich auf der Platanenallee oder auf dem Weg zu den Seen. Nicht weit entfernt, in Stuttgart, verpesten Abgase die Luft. Eine Kleinstadt hat kein Wasser mehr, andere schwimmen durch Hochwasser. Der Klimawandel ist wahrnehmbar in Städten – doch was tun diese zur Anpassung? Wir wollen uns mit verschiedenen Möglichkeiten der Anpassung auseinandersetzen und selbst Lösungen suchen. Nach einem kurzen Vortrag der Stadt Tübingen, sollen in Kleingruppen Lösungsvorschläge für aktuelle Probleme der Klimaanpassungsstrategie erarbeitet werden. Im Rahmen dieser Case-Study können die TeilnehmerInnen selbst kreativ und innovativ werden. In einem gemeinsamen aktiven Austausch möchten wir abschließend die Ideen präsentieren und diskutieren. Der Workshop entstand im Rahmen eines Seminars zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung und wird organisiert von Emily Wapler (Studentin VWL) und Anna-Kathrin Schneider (Studentin Kulturwissenschaft und Geographie). Beide absolvieren das Zertifikat Studium Oecologicum der Universität Tübingen und beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Bausteinen für eine nachhaltige Entwicklung.

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04 Ethik und Nachhaltigkeit tierischer Produkte

04 Ethik und Nachhaltigkeit tierischer Produkte

Wir, das sind Julia und Thilo, arbeiten beide in der Wissenschaft. Julia ist zudem Ärztin. Nicht nur durch unsere berufliche Praxis, auch durch privates Interesse und Engagement haben wir in den letzten Jahren umfangreiches Wissen über den Themenkomplex Ernährung und Tierhaltung erworben. Um über Missstände, aber auch Chancen und Zukunftsvisionen in diesen Bereichen zu informieren, halten wir regelmäßig Vorträge oder geben Seminare. Unser Ziel ist es, im Sinne der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung etwas für Menschen, Tiere und Umwelt zu tun.

Der Workshop soll im Rahmen kürzerer Vorträge und daran anschließender gemeinsamer Diskussionen Fragen rund um Ethik und Nachhaltigkeit des Konsums tierischer Produkte behandeln. Der Workshop beleuchtet, welchen Stellenwert Tiere – darunter insbesondere sog. Nutztiere – in unserer Gesellschaft haben. Er geht darauf ein, welche Entwicklungen das System der Massentierhaltung in den letzten Jahrzehnten genommen hat. Die Folgen dieser Entwicklung können wiederum aus der Perspektive der Nachhaltigkeit analysiert und bewertet werden. Ebenfalls Gegenstand des Workshops soll es sein, die bestehenden politischen Diskussionen rund um die angesprochenen Themen zu verbinden mit Fragen des individuellen ethischen Konsums.

Für den Workshop ist kein spezifisches Vorwissen erforderlich, die Vortragseinheiten sind allgemeinverständlich und sollen die Grundlage für eine aktive, differenzierte Diskussion liefern.

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02 Cradle to Cradle: Klimapositiv statt Klimaneutral

02 Cradle to Cradle: Klimapositiv statt Klimaneutral

Wir sind Mitglieder der Regionalgruppe Tübingen der deutschlandweiten Cradle to Cradle NGO. Innerhalb des Vereins gibt es Veranstaltungen, bei denen wir uns fortbilden können und lernen, C2C in Workshops und anderen Formaten interaktiv zu vermitteln. Auch in unserer Regionalgruppe setzen wir uns thematisch mit Cradle to Cradle auseinander. Unsere Workshopkonzepte überarbeiten und aktualisieren wir regelmäßig. In unseren Workshops ist es uns wichtig, das Thema anhand von praktischen Beispielen zu veranschaulichen und uns auch kritisch damit auseinanderzusetzen.

Cradle to Cradle (C2C) ist ein innovatives Design- und Umweltschutzkonzept. Ziel von C2C ist es, alle Produkte so zu entwerfen, dass sie gesund für Mensch und Natur sind. Alle Materialen, die wir verwenden, sind schadstofffrei und können fortwährend in biologischen und technischen Nährstoffkreisläufen zirkulieren. Produkte, die einer Abnutzung unterworfen sind, gehören dem biologischen Kreislauf an und sind daher biologisch abbaubar (z.B. Kleidung, Reifen, Bücher). Produkte, die im technischen Kreislauf zirkulieren, bestehen aus sortenreinen Materialien, die immer wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden können (z.B. Waschmaschine, Trinkflasche, Verpackungen). So gehen Materialien, also Ressourcen, nicht mehr verloren, sondern sind immer „Nahrung“ für ein neues Produkt. Unternehmen, die Produkte nach C2C-Standards herstellen, verwenden erneuerbare Energien, achten auf ein sauberes Wassermanagement und verfolgen Strategien zur sozialen Verantwortung. Bislang haben sich große Teile der Umweltbewegung hauptsächlich mit der Beschränkung unseres Handelns beschäftigt, mit Reduktion, Verzicht und der Beschreibung eines negativen ökologischen Fußabdruckes. Aber warum nur “weniger schlecht” sein, wenn wir auch “gut” sein können? C2C bietet die Möglichkeit, einen positiven Fußabdruck zu hinterlassen.

In diesem Workshop setzen wir uns mit folgenden Fragen auseinander: Was ist C2C? Wie unterscheidet sich C2C von anderen Umweltschutzkonzepten? Wie wird C2C bereits umgesetzt? Wie sieht die C2C-Produktzertifizierung aus? Welche Möglichkeiten gibt es für individuelles Engagement? In Gruppen werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Ideen für C2C-Produkte entwickeln.

Keine Vorkenntnisse erforderlich.

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